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Sonntag 3. August

Claudia Carigiet & Jürg Kienberger: Gian/Gianna

Musikalisch-szenische Lesung für Kinder

Claudia Carigiet & Jürg Kienberger: Gian/Gianna Musikalisch-szenische Lesung für Kinder
15 Uhr Zvieri (Schweizer Brotzeit und Kuchen)
17 Uhr Lesung

Erzählerin Claudia Carigiet
Musik Jürg Kienberger

Die bühnengewandte Autorin und Schauspielerin Claudia Carigiet erzählt gemeinsam mit Musiker Jürg Kienberger in dieser musikalisch-szenischen Lesung für Kinder die Geschichte von Gian, die vor 100 Jahren im Engadin spielt: Der Ziegenhirt Gian hat auf dem Maiensäss seine erste Kreuzotter gefangen. Er will sie gegen eine festgesetzte Prämie auf der Gemeinde abliefern, doch dazu kommt es vorerst nicht, denn die Ereignisse überstürzen sich. Eine junge Touristin wird vermisst! Man braucht dringend Gians Hilfe, denn kein anderer kennt die Gegend so gut wie er... Das Besondere: Die Geschichte gibt es in zwei verschiedenen Fassungen. Mit „Gian“ als Ziegenhirt oder mit „Gianna“, einer mutigen Ziegenhirtin. Die jungen Zuschauer und das Los entscheiden, welche Version erzählt werden soll. Dabei werden die Szenen leibhaftig nachgespielt und Jürg Kienberger begleitet das Geschehen auf dem Akkordeon, auf dem Elektropiano, auf der Zither und mit stimmungsvollen Geräuschen.

Vorab kann sich die ganze Familie bei einem typischen Schweizer Zvieri mit Snacks, Kaffee und Kuchen auf den letzten Festivaltag einstimmen.

Claudia Carigiet schreibt und inszeniert Theaterstücke mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Eine enge, künstlerische Zusammenarbeit verbindet sie dabei mit ihrem Mann, dem Musiker, Kabarettist, Schauspieler und Sänger Jürg Kienberger.

Musiker, Kabarettist, Schauspieler und Sänger Jürg Kienberger ist Preisträger des Salzburger Ehrenstiers 2012 und wurde für sein außergewöhnliches und einzigartiges künstlerisches Werk mit dem Schweizer Kleinkunstpreis 2014 ausgezeichnet. Als Theatermusiker ist er Autodidakt und spielt u.a. Klavier, Glasorgel, Handörgeli und Claviola. Seit 1984 kreiert Kienberger mit wechselnden Partnern Bühnenproduktionen. 1992 bis 1997 gehörte er als festes Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin an, 2000 bis 2005 dem Schauspielhaus Zürich und war darüber hinaus immer wieder in Produktionen am Theater Basel zu sehen.

Für Kinder ab 6 Jahren.

Karten 8 € | ermäßigt 5 € (exklusive Zvieri)

Thom Luz: When I Die

A Ghost Story with Music

 Thom Luz: When I Die A Ghost Story with Music
mit Suly Röthlisberger, Mathias Weibel, Daniele Pintaudi, Jack McNeill und Samuel Streiff
Text, Raum und Regie Thom Luz
Musikalische Leitung Mathias Weibel

"‘When I Die‘ hat einen grossen Zauber. Der Abend ist im Kern ein Hauch des Todes und der Traurigkeit, kündet von Wehmut, Verlust und Einsamkeit, klingt dabei aber so wunderschön, dass man zwar im Inneren weich, im Geiste aber licht davonkommt."
(Süddeutsche Zeitung)

Das Festival „Schweizgenössisch“ schließt mit der neuen Produktion des Schweizer Musikers und Regisseurs Thom Luz. Auf der Überlieferung der Geschichte von Rosemary Brown basierend, schafft er mit „When I Die“ einen Musiktheaterabend, bei dem es um nichts weniger als den Tod, die menschliche Angst davor und die verschiedenen Möglichkeiten geht, die „Realität“ durch Kunst wahrzunehmen.

Rosemary Brown (1916-2001), Witwe und Mutter von zwei Kindern, lebte in einem Südlondoner Reihenhaus. Im November 1964 besuchte sie der Geist von Franz Liszt und bat sie, ihr einige Musikstücke diktieren zu dürfen, die er zu Lebzeiten nicht mehr habe aufschreiben können. Brown, die selber nur über eine rudimentäre musikalische Bildung verfügte, willigte ein. Wenig später trat Johann Sebastian Bach mit der gleichen Bitte an sie heran - und gleich darauf auch Johannes Brahms, Sergej Rachmaninoff, Edvard Grieg, Claude Debussy, Robert Schumann, John Lennon und Ludwig van Beethoven. In den folgenden Jahren stand Brown um halb sieben morgens auf, frühstückte und empfing dann verstorbene Komponisten zum Musikdiktat. Und Franz Liszt fungierte als Übersetzer…

Der gebürtige Züricher Thom Luz absolvierte ein Schauspielstudium an der HMT Zürich und war als Schauspieler an verschiedenen Häusern tätig. Seit 2007 arbeitet Thom Luz als Regisseur. Sein Regiedebüt „Patience Camp“ hatte im Rahmen des Treibstoff Theater Festivals 2007 in der Kaserne Basel Premiere und wurde 2009 zum Festival Theaterformen nach Hannover eingeladen. Mit seiner Produktion „Die verlorene Kunst ein Geheimnis zu bewahren“ wurde er 2009 in der Kritiker-Umfrage von Theater Heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt. Zuletzt inszenierte er am Theater Basel Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und Laura de Wecks „Archiv des Unvollständigen“ (Staatstheater Oldenburg/Ruhrfestspiele Recklinghausen). Darüber hinaus ist er Sänger und Gitarrist der Band „My Heart belongs to Cecilia Winter“.

Karten 8 € | ermäßigt 5 € (exklusive Zvieri)